„Es ist keine landläufige Inszenierung von ‚Faust. Der Tragödie erster Teil‘, die hier zu sehen ist. Die beiden Schauspieler begeistern beim Gang durch das Stück mit zwerchfellerschütternd komischen Dialogen. Dabei fallen Quast und Mosetter weder dem Klamauk anheim, noch gleiten sie ins Proseminarhafte ab. Statt das Drama lächerlich zu machen, bezieht dieser Abend seinen Witz gerade aus dem Respekt vor der Fallhöhe des Werks. [...] Ernst und Witz gehen stets Hand in Hand. In der ‚Walpurgisnacht‘ etwa findet Quast in einem Atemzug von sexuellen Derbheiten zu Fausts Entsetzen, Gretchen zu sehen: ‚Das sind die Augen einer Toten‘, haucht er. Szenenapplaus. Dass der Abend diese Balance so virtuos wahrt, ist hohe Kunst.“
Verena Fischer Zernin, 19.10.2015, Hamburger Abendblatt
