• Kontakt
  • Impressum
  • Presse
  • Spielzeit 2017-2018
    • Musiktheater
    • Schauspiel
    • Tanztheater
    • Kinder- und Jugend
    • Konzerte
    • Extras + Gastspiele
    • Theater unterwegs
    • kurzweilamt
    • Festivals
  • Archiv Übersicht
Musiktheater
Schauspiel
Tanztheater
Kinder- und Jugend
Konzerte
Extras + Gastspiele
Theater unterwegs
kurzweilamt
Festivals
Schwanda_mitSchrift_02
Buch_mitSchrift_03
Rio_Reiser_mitSchrift_01
Hände_mitSchrift_02
Füchse_mitSchrift_01
Lourcine_mitSchrift_03
Willkommen_mitSchrift_02
Auftaucher_mitSchrift_02
Füchse_mitSchrift_02
Füchse_mitSchrift_03
Waves_mit_Schrift_03
Rio_Reiser_mitSchrift_02
Cross_mitSchrift_02
Hände_mitSchrift_01
Sommernacht_mitSchrift_02
Cross_mitSchrift_01
Herbstmanöver_mitSchrift_02
Schwanda_mitSchrift_03
Schwanda_mitSchrift_01
Waves_mit_Schrift_02
  • Spielzeit 2017-2018
  • Pressedetail

Ver­wei­len in fried­li­cher Land­schaft - Gießener Anzeiger
14.11.2017

Ivan Kras­tev und Ev­ge­ni Ga­nev er­freu­en beim Sai­son­auf­takt im Stadt­thea­ter mit Vio­lin­so­na­ten von Brahms

An ei­ne „fried­li­che Land­schaft, wo wir mit ei­ner Art Be­ha­gen aus­ru­hen“ fühl­te sich der be­rühmt­e Wie­ner Mu­sik­kri­ti­ker Edu­ard Hans­lick beim An­hö­ren der drei Vio­lin­so­na­ten von Jo­han­nes Brahms er­in­nert. Sie kom­men schwär­me­risch da­her, sind aber al­les­amt mehr oder we­ni­ger von lei­ser Me­lan­cho­lie durch­zo­gen. Hier will die spe­zi­fi­sche Brahms’sche Stim­mung ge­nau ge­trof­fen sein. Im er­sten Kam­mer­kon­zert der Sai­son zeig­te sich, dass die Wer­ke bei Ivan Kras­tev (Vio­li­ne) und Ev­ge­ni Ga­nev (Kla­vier) in den be­sten Hän­den sind. In eben­so in­ni­ger wie schwel­ge­ri­scher Wie­der­ga­be führ­ten die bei­den Mu­si­ker des Stadt­thea­ters die Be­su­cher am Sonn­tag­vor­mit­tag im voll­be­setz­ten Foy­er durch die ein­gangs er­wähn­te „fried­li­che Land­schaft“. Es war ein ge­nuss­rei­ches Er­leb­nis, für das die Zu­hö­rer nach an­der­thalb Stun­den mit lang­an­hal­ten­dem Ap­plaus dank­ten.

Vom er­sten Au­gen­blick an ließ der sat­te, war­me Brahms-Ton die Her­zen der Kam­mer­mu­sik­freun­de auf­ge­hen. Da­bei stel­len ge­ra­de die drei Vio­lin­so­na­ten, die bis heu­te als Spit­zen­wer­ke des Gen­res gel­ten, durch ih­ren Ge­halt und den ho­hen tech­ni­schen Schwie­rig­keits­grad au­ßer­or­dent­lich gro­ße An­for­de­run­gen an die Aus­füh­ren­den. Mit spür­ba­rer Hin­ga­be und mu­si­ka­li­schem Ge­stal­tungs­ver­mö­gen lie­ßen die bei­den In­ter­pre­ten im en­gen, ver­trau­ten Mit­ein­an­der die Mu­sik auf­blü­hen – so im ein­dring­lich vor­ge­tra­ge­nen Ada­gio und im „Trä­nen­fi­na­le“ der 1. So­na­te G-Dur op. 78, in dem die Gei­ge die zar­te Me­lo­die des „Re­gen­lie­des“ hin­hauch­te. Ein Ge­fühl er­ha­be­ner Ru­he schien sich aus­zu­brei­ten.

Oh­ne har­te Kon­tra­ste prä­sen­tier­te sich die „in Er­war­tung der An­kunft ei­ner ge­lieb­ten Freun­din“ kom­po­nier­te So­na­te Nr. 2 A-Dur op. 100. Hier wa­ren zwei Mu­si­ker zu er­le­ben, die die mu­si­ka­li­schen Aus­sa­gen klar und über­legt aus­brei­te­ten. Das sanft flie­ßen­de The­ma des er­sten Sat­zes strahl­te se­li­ge Wär­me und Er­ha­ben­heit aus, und vom ele­gisch an­ge­hauch­ten An­dan­te tran­quil­lo des zwei­ten Sat­zes ging ei­ne lie­bli­che Stim­mung aus.

In­ten­si­ves Du­ett

Zum Ab­schluss dann die 3. So­na­te d-Moll op. 108 mit ei­ner zu Be­ginn wei­taussch­win­gen­den Kan­ti­le­ne der Gei­ge. Ein lei­den­schaft­li­cher Zug durch­weh­te das Ada­gio, bei dem bei­de In­stru­men­te zu ei­nem in­ni­gen Du­ett ver­schmol­zen. Im Fi­nal­satz mit sei­nen en­er­gi­schen, dra­ma­ti­schen Ab­schnit­ten und der Kon­tra­stie­rung von ly­ri­schen und ag­gres­si­ven The­men wa­ren Kras­tev und Ga­nev noch ein­mal enorm ge­for­dert, doch sie be­stan­den die Her­aus­for­de­rung mit Bra­vour und bo­ten ei­ne ins­ge­samt in­ten­si­ve Dar­bie­tung, wo­bei es der Pia­nist sou­ve­rän ver­stand, dem äu­ßerst schwie­ri­gen Kla­vier­part fun­keln­de Tö­ne zu ent­lo­cken.

 

Thomas Schmitz-Albohn, 14.11.2017, Gießener Anzeiger

 

 

© 2018 Stadttheater Giessen
IMPRESSUM DATENSCHUTZ PRESSE
Nach oben