• Kontakt
  • Impressum
  • Presse
  • Spielzeit 2016 - 2017
    • Musiktheater
    • Schauspiel
    • Tanztheater
    • Kinder- und Jugend
    • Konzerte
    • Extras + Gastspiele
    • kurzweilamt
    • Festivals
  • Archiv Übersicht
Musiktheater
Schauspiel
Tanztheater
Kinder- und Jugend
Konzerte
Extras + Gastspiele
kurzweilamt
Festivals
Schmachtigallen_mitSchrift_02
Sonny_Boys_mitSchrift_03
Sonny_Boys_mitSchrift_01
Ab_in_den_Wald_mitSchrift_02
Supergute-Tage_mitSchrift_04
Abendwind_mitSchrift_02
Diebe_mitSchrift_06
Total-Global_mitSchrift_04
Rio_Reiser_mitSchrift_03
Barbier_mitSchrift_05
Barbier_mitSchrift_02
Idioten_mitSchrift_06
The-Effect_mitSchrift_02
ANGSTMÄN_mitSchrift4
Cosi-fan-Tutte_mitSchrift_01
Supergute-Tage_mitSchrift_05
Ab_in_den_Wald_mitSchrift_03
Der-Mann-der-die-Welt-ass_mitSchrift_03
oedipus_1
Total-Global_mitSchrift_03
  • Spielzeit 2016 - 2017
  • Pressedetail

Stadttheater geht auf Nummer sicher - Wetzlarer Neue Zeitung
15.09.2016

Diesmal geht das Stadttheater zur Spielzeiteröffnung des Musiktheaters ganz auf Nummer sicher. Denn anders als im letzten Jahr, als „Eugen Onegin“ das Premierenpublikum extrem polarisierte, stand am Samstag eine grundsolide „La Traviata“ auf dem Spielplan.

Große Stimmen, feine Musik und schöne Bilder: Am Ende gab es kräftigen Applaus für Regisseur Wolfram J. Starczewskis Idee von Giuseppe Verdis Melodram unter der musikalischen Leitung von Michael Hofstetter. Opernfreunden bietet sie Musikgenuss auf hohem Niveau. Und genau das ist der Schlüssel zu dieser bodenständigen Inszenierung.

Denn Starczewski rückt das musikalische Personal in den Fokus. Um technische Spielereien wie Videos macht der Regisseur einen Bogen, ebenso wie um jedwede Form von Historismus.

Wer hier nach Attributen etwa des 19. Jahrhunderts sucht, wird nicht fündig. Im Gegenteil: Die Bühnenoptik, für die Lukas Noll verantwortlich zeichnet, kommt zeitlos daher.

In Sachen Kostüme setzt Noll auf gehobene Abend- und Alltagskleidung. Doch das Meisterstück des Chefausstatters des Stadttheaters ist wieder die Bühne: Angelegt als eine Art Guckkasten fokussiert Noll kaum auf Gegenständlichkeit, sondern auf die Strukturierung des Raums mit Elementen wie Spiegeln, Podesten oder Trennwänden.

Der Effekt ist beachtlich, denn diese Strukturen konturieren die Handlung. Kurz, auf konzeptioneller und visueller Ebene bietet Starczewski einen Verdi ganz nah dran, wodurch dem Bühnenpersonal immense Bedeutung zukommt.

Das Ensemble erfüllt die hohen Erwartungen ausnahmslos mit Bravour, allen voran Dorothea Maria Marx als Violetta Valéry, die am Ende vom Premierenpublikum mit Bravo-Rufen gefeiert wurde. Kein Wunder, denn das Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover bezaubert mit einem glockenhellen und glasklar artikulierten Sopran, der berührt.

Auch Giuseppe Talamo als Alfredo Germont – und damit Geliebter der „vom Weg abgekommenen“ Violetta – und Alexander Hajek als Vater Giorgio Germont begeistern mit ihren Stimmen und erhielten Extraapplaus.

Großen Eindruck macht daneben wieder einmal der Chor unter der Leitung von Jan Hoffmann, der mit beachtlicher artikulatorischer Präzision ein ums andere Mal Gänsehaut über Zuschauerrücken jagt und viel Platz auf der Bühne bekommt.

Musikgenuss vom Feinsten in einer beeindruckenden Kulisse

Und auch instrumental bleibt kein Wunsch offen, denn am Pult steht mit Hof-stetter ein erfahrender Verdi-Fachmann, unter dessen Leitung das Philharmonische Orchester mit großer Klarheit und packender Dynamik zu Werke geht.

Das Fazit: Starczewski, Hofstetter und die Ihren bieten dem Publikum Musikgenuss vom Feinsten in einer beeindruckenden Kulisse.

 

Stephan Scholz, 12.09.2016, Wetzlarer Neue Zeitung

© 2015 Stadttheater Giessen
IMPRESSUM PRESSE
Nach oben